American Football / Flag Football

Bild: Bongarts

American Football ist die beliebteste Sportart in den USA. Auch in Deutschland wird der Kampf um das ovale Leder immer populärer. Bei dem sehr körperintensiven Mannschaftsspiel kommt es nicht nur auf Kraft an. Je nach Spielposition sind spezielle Fähigkeiten wie Schnelligkeit oder Schnellkraft in Verbindung mit einer guten Wurftechnik gefragt. American Football ist also keinesfalls nur ein Sport für Schwarzenegger-Typen. Als Alternative gibt es die stark entschärfte Form den Flagfootball, bei dem der Körpereinsatz weitgehend von den Regeln untersagt wird.

Wo?

In Deutschland gibt es rund 230 American Football-Clubs mit ungefähr 21 000 aktiven Mitgliedern. Die meisten Vereine finden sich in Bayern. 275 Mannschaften kämpfen deutschlandweit regelmäßig um Punkte in den verschiedensten Ligen, von der obersten Spielklasse, der German Football League (GFL), bis zur Jugendflag- und Flagfootball Liga. Professionell wird in der National Football League Europe (NFL Europe) gespielt, in der 2005 fünf deutsche Mannschaften standen. American Football ist keineswegs nur ein „harter Männersport“. Auch die Frauen spielen organisiert in der Damenbundesliga. Neben den offiziellen Vereinen im American Football Verband Deutschland gibt es zahlreiche Teams an Universitäten.

Wie oft?

Im American Football wird relativ individuell trainiert. Je nach Spielposition konzentriert sich das Training schwerpunktmäßig auf Koordination (Wurftechnik, Ausweich- und Täuschungsmannöver), Kraft (körperliches Blocken und Stoppen des Gegners) und Schnelligkeit (Sprints). American Football wird auch als Schach auf dem Rasen bezeichnet. Taktisches Zusammenspiel und feste Spielzüge müssen daher regelmäßig geübt werden. Allgemeine Aussagen über die Anzahl von Trainingseinheiten oder eine Einschränkung können kaum getroffen werden.

Was ist zu beachten?

American Football lebt vom Körperkontakt. Um sich und andere Spieler zu schützen, ist deshalb ein Helm mit Gitter und Zahnschutz Pflicht. Der Körper wird durch spezielle Schulterpolster, Becken- und Steißbeinpolster, Oberschenkel- und Kniepolster unter Trikots und Hosen geschützt. Krachende Geräusche durch zusammenstoßende Körper im Spiel hören sich am Ende viel schlimmer an, als sie es sind. Strenge Regeln sorgen zusätzlich dafür, dass sich die Verletzungsgefahr insgesamt in Grenzen hält. Flagfootball wird dagegen ohne Ausrüstung gespielt. Bei der kontaktarmen Variante des Football wird der Ballträger anstelle des Tackelns durch das Abreißen einer Flagge (Flag) vom Gürtel gestoppt.

Weitere Informationen ...

American Football Verband Deutschland
Geschäftsstelle
Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt
Telefon: (069) 96 74 02 67
Telefax: (069) 96 73 41 48
E-Mail: office(at)afvd.de

(gt)

 
 

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