Eis(kunst)lauf

Bild: Bongarts

Beim Eiskunstlaufen gibt es eine klare Trennung zwischen den Leistungs- und den Freizeitsportlern. In der Spitze tummeln sich nur eine Handvoll Athleten, die in den Wettbewerben Herren, Damen, Paarlaufen und Eistanzen die Meister unter sich ausmachen.
Seit 1991 gibt es zudem einen Synchron-Wettbewerb, bei dem 2000 erstmals eine Weltmeisterschaft für Teams durchgeführt wurde. In insgesamt rund 200 Vereinen können Eiskunstlauf-Willige ihren Sport ausüben.

Im Wettkampf entscheidet in erster Linie die Kür, wo Sprünge wie der Rittberger und der Axel mit 4-facher Drehung die Glanzlichter setzen, und beim Eistanzen die Pflichttänze. Die früher von vielen ungeliebte Pflicht, bei der genau vorgeschriebene Drehungen und Bahnen zu absolvieren waren, ist mittlerweile abgeschafft. An ihre Stelle trat das Kurzprogramm mit einigen Pflichtelementen. Über die Platzierung entscheiden eine Reihe von Kampfrichtern.

Wo?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Eishallen, in denen nicht nur Eishockey gespielt wird, sondern in denen sich Freizeitsportler zu bestimmten Öffnungszeiten ohne Beschränkungen und Regeln bewegen können. Mindestens in jeder Stadt, in dem ein Eishockey-Klub ansässig ist, gibt es eine Eislaufhalle. Dazu kommen natürlich im Winter, wenn es ausreichend kalt ist, viele Eisflächen im Freien, auf zugefrorenen Seen und Teichen.

Wie oft?

Eislaufen gehört in der einfachen Variante ohne die vielen Sprünge auf jeden Fall zu den Ausdauersportarten. Herz und Kreislauf werden gestärkt. Aber es erfordert auch größere Fähigkeiten beim Gleichgewicht sowie eine gute Körperbeherrschung und Koordination. Da bei den öffentlichen Hallenstunden die Geschwindigkeiten auf Grund der anderen Läufer schon begrenzt sind, hält sich die Ausbelastung in Grenzen. Gegen mehrmals wöchentliches Laufen über zwei Stunden ist unter diesen Voraussetzungen nichts einzuwenden.

Anders sieht es im Wettkampfsport aus, wo neben den künstlerischen Fähigkeiten wie tänzerischer Ausdruck und der Sprungkraft bei den Sprüngen wie Axel, Rittberger und Salchow ein Höchstmaß an Balancegefühl und Gleichgewicht benötigt wird. Zudem ist die Kraftausdauer ebenfalls sehr bestimmend. In kaum einer anderen Sportart ist ein derart intensives Training wie im Eiskunstlaufen erforderlich.

Was ist zu beachten?

Wenn Sie nicht in einer Halle laufen, sondern auf einem zugefrorenen natürlichen Gewässer, seien Sie besonders vorsichtig. Vergewissern Sie sich, dass das Eis auf jeden Fall dick genug ist und Sie nicht einbrechen können. Bei dem kleinsten Bruch in der Oberfläche verlassen Sie das Eis. Häufig werden in Medien die Gewässer freigegeben, wenn es lange genug kalt war.

Weitere Informationen ...

Deutsche Eislauf-Union
Menzinger Straße 68
80992 München
Telefon: (089) 89 12 03 14
Telefax: (089) 89 12 03 20
E-Mail: info(at)eislauf-union.de

 
 

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