Eishockey

Bild: Bongarts

Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart der Welt. Das Spiel kommt aus Kanada, wo es mit den USA zusammen die beste Profiliga der Welt gibt. Die hohe Geschwindigkeit gilt zum einen für die Spieler auf dem Eis, die in einem normalen Spiel maximal 60 Sekunden auf der Eisfläche agieren und dann wieder ausgewechselt werden. Selbst die Stars unter den Profis müssen nach zwei Minuten wieder Platz nehmen. Zum anderen erreichen auch die Pucks als Spielgerät bei Schlagschüssen eine enorm hohe Fluggeschwindigkeit von weit über 100 km/h.

Wo?

In Deutschland wurden mittlerweile eine Vielzahl von Eishallen gebaut. Dazu kommen überdachte Eisflächen und Eisflächen ohne schützendes Dach, auf denen ebenfalls Eishockey gespielt werden kann, vor allem in Süddeutschland, wo Eishockey eine große Tradition hat. Beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) kann eine Liste mit allen in Deutschland zur Verfügung stehenden Eisflächen für Eishockey eingesehen werden. Allerdings sind die Möglichkeiten für Freizeitsportler eingeschränkt, da die Hallenzeiten zum Großteil schon vergeben sind.

Wie oft?

Das Spiel belastet den Körper enorm, auch bei Freizeitspielern. Auf Grund der vielen Sprints und des steten Hin und Her auf der Eisfläche ist das Herz-Kreislauf-System einer stark wechselnden Belastung ausgesetzt. Es kommt zu einem steten Anfall von Laktat (Milchsäure) das dann wieder abgebaut werden muss. Entscheidend für das Eishockey ist die anaerobe Ausdauer, aber auch die aerobe Ausdauer ist sehr wichtig. Denn je besser die Grundlagenausdauer ist, umso besser und schneller erholt sich ein Spieler bei der Ruhepause auf der Bank. Dazu kommen Geschicklichkeit, Schnellkraft und Koordination. Regelmäßiges Training ist für das Erlernen der Sportart wichtig. Austrainierte Spieler können aber durchaus mehrmals in der Woche auf dem Eis stehen.

Was ist zu beachten?

Auf der Eisfläche, die in Deutschland rund 60 m lang, bis zu 30 m breit und in drei Drittel unterteilt ist, stehen sich zwei Teams mit sechs Akteuren gegenüber, fünf Feldspieler und ein Torhüter. Jedes Team versucht den Puck, eine acht Zentimeter große Hartgummischeibe von knapp 170 Gramm, mit dem Eishockeyschläger im gegnerischen Tor unterzubringen. Jede Begegnung besteht aus drei Dritteln, jedes Drittel aus 20 Minuten reiner Spielzeit, d.h. bei jeder Unterbrechung nach einem Pfiff des Schiedsrichters wird die Uhr angehalten. Regelverstöße werden mit einer kleinen (2 Minuten) oder einer großen (5 Minuten) Bankstrafe für einen Spieler geahndet. Steht es nach 60 Minuten Unentschieden, gibt es eine Verlängerung.

Wer Eishockey als Freizeitsport betreiben will, sollte auf jeden Fall durch eine sportärztliche Untersuchung abklären, ob eine Vorschädigung des Herzens vorliegt. In kaum einem anderen Sport kommt es zu solch stoßartigen Belastungen. Zudem muss auf genügend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, denn ein Spieler büßt während des Spiels leicht rund 3 bis 4 kg Körpergewicht ein. Eishockey ist ein Spiel mit hohem Körpereinsatz durch viele Bodychecks und die Banden, die die Eisfläche eingrenzen. Deshalb sollte jeder Spieler darauf achten, dass er eine vernünftige Schutzausrüstung trägt, die beim Eishockey so umfangreich ist wie bei keiner anderen Sportart. Dann ist Eishockey bis auf einige blaue Flecken ungefährlicher als die meisten anderen Mannschaftssportarten.

Weitere Informationen ...

Deutschen Eishockey-Bund
Haus des Eissports
Betzenweg 34
81247 München
Telefon: (089) 81 82-0
Telefax: (089) 81 82-36
E-Mail: info(at)deb-online.de

 
 

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