Fechten

Bild: Bongarts

Probleme zwischen Männern werden ausgefochten. So war es einmal. Zu Degen und Florett greift heute niemand mehr, der streitsüchtig ist, sondern, wer sich für modernen Zweikampfsport mit umfangreichen Kampfstrategien begeistert. Ziel des Fechtens ist es, den Gegner mit unterschiedlichen Waffen auf einer vorgeschriebenen Trefferfläche durch Stöße und Hiebe zu berühren. Für die Sportart ist intensives und langjähriges Training notwendig. Beim Fechten kommt es vor allem auf gute Koordination und Schnelligkeit an.

Wo?

Fechten ist ein Vereinssport. In Deutschland gibt es über 500 Clubs mit mehr als 24 300 Mitgliedern, die regelmäßig Degen, Säbel und Florett schwingen. Wer interessiert ist, kann sich beim Deutschen Fechter-Bund informieren und bei den verschiedenen Landesverbänden nach einem Fechtverein in seiner Nähe suchen. Allerdings sollten Interessierte wissen, dass Fechten eine Sportart mit komplizierten und trainingsintensiven Handlungsabläufen ist. Deshalb gibt es auch außerhalb der etablierten Vereine wenig Möglichkeiten, diesen Sport zu erlernen und zu betreiben.

Wie oft?

Ein Leistungsfortschritt wird beim Fechten nur erzielt, wenn an den koordinativ-technischen und strategisch-taktischen Fertigkeiten gearbeitet wird und parallel dazu ein Training zur Verbesserung der allgemeinen Ausdauer steht. Mindestens zwei, besser drei Mal pro Woche sollte also trainiert werden. Bis das Fechten tatsächlich erlernt ist, vergehen mehrere Jahre. Der Einstieg erfolgt über einen Erwerb technischer Grundfertigkeiten mit Blick auf die Bewegungsschnelligkeit. Im nächsten Abschnitt geht es um komplexe Bewegungsfertigkeiten mit der entsprechenden Waffe. Erst wenn der Sportler auf Angriffe des Gegners richtig reagieren kann und selbst Gegenangriffe durch gezielte Kampfhandlungen startet, gilt der Fechtsport als erlernt.

Was ist zu beachten?

Obwohl Waffen im Mittelpunkt stehen, gehört Fechten zu den relativ ungefährlichen Sportarten. Schutzmasken, bruchsichere Klingen und eine aus Spezialstoffen gefertigte schusssichere Bekleidung sind Pflicht und sollen Stichverletzungen verhindern. Fechten ist, bedingt durch die Spezialausrüstung, eine relativ teure Sportart. Bevor es „auf ins Gefecht“ geht, muss immer eine ausgiebige Erwärmung und Dehnung nicht nur der fechtspezifischen Muskelgruppen stattfinden.

Weitere Informationen ...

Deutscher Fechter-Bund
Am Neuen Lindenhof 2
53117 Bonn
Telefon: (0228) 98 90 50
Telefax: (0228) 67 94 30
E-Mail: info(at)fechten.org

 
 

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