Ju-Jutsu

Bild: Bongarts

Ju-Jutsu hat seine ursprünglichen Wurzeln in alten Selbstverteidigungstechnik aus Japan, die für unbewaffnete Krieger zur Verteidigung gegen Waffen entwickelt wurde. Neben den Grundelementen Falltechniken, Abwehrtechniken, Schlägen, Tritten und Stößen gibt es unterschiedlichste Wurf- und Hebeltechniken. Hauptprinzip des Ju-Jutsu ist das Ausnutzen der Kraft des Angreifers. Die moderne Form dieses Kampfsports wurde 1969 in Deutschland entwickelt. Sie verbindet Elemente vieler verschiedener Kampfkünste zu einem sinnvollen und effektivem Selbstverteidigungssystem und zu einem modernen Wettkampfsport. Trainiert werden Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität und Koordination.

Wo?

Ju-Jutsu erlernt sich am besten in einem der zahlreichen Vereine, die im Deutschen Ju-Jutsu Verband organisiert sind. Insgesamt trainieren Deutschland weit mehr als 53 000 Aktive diese Form der Selbstverteidigung unter Anleitung von fachkundigen Trainern. Die Rubrik Landesverbände führt direkt zu den entsprechenden Ju-Jutsu-Verbänden in den einzelnen Bundesländern, wo in Listen nach dem nächstgelegenen Verein gesucht werden kann.

Wie oft?

Auch wenn zum Einstieg in diese Sportart ein bis zwei Trainingstermine pro Woche genügen, gehört zum Ju-Jutsu zur Verbesserung des Leistungsstandes sehr viel Aufwand. Durch die stetige Weiterentwicklung dieser Kampfsportart und die Anpassung an neue Erkenntnisse verschiedenster Gruppierungen, wie zum Beispiel der Polizei oder auch der Sportwissenschaftler, ist Ju-Jutsu enorm vielseitig. Wenn die nächste Gürtelprüfung ansteht, erfordern die verschiedenen Bewegungsformen, Schläge, Tritte und Stöße sowie Wurf- und Hebeltechniken ein umfangreiches Trainingsprogramm. Beim Einstieg in die Sportart ist wie bei den meisten asiatischen Kampfsportarten eine intensive Fallschule von Nöten.

Was ist zu beachten?

Übersetzt bedeutet Ju-Jutsu “Sanfte Kunst”. Das sollte aber nicht täuschen, denn sanft ist der Sport auf Leistungsebene nicht. Anders als zum Beispiel beim Karate wird beim Ju-Jutsu wirklich geschlagen und getreten. Aber auch hier gilt das selbe Grundprinzip: Der Sport dient nur der Schulung in der Selbstverteidigung. Aggression und Gewalttätigkeit haben im Ju Jutsu nichts zu suchen. Das Verletzungsrisiko ist gering, da Angriffe und Verteidigung im Training meist abgesprochen sind. Außerdem tragen Ju-Justsuka Faust-, Fuß-, Zahn- und Tiefschutz. Investiert werden muss zusätzlich in einen Gi (typischer Weißer Kampfanzug mit Gürtel).

Weitere Informationen ...

Deutscher Ju-Jutsu-Verband
Badstubenvorstadt 12/13
06712 Zeitz
Telefon: (03441) 31 00 41
Telefax: (03441) 22 77 06
E-Mail: bundesgeschaeftsstelle(at)djjv.net

 
 

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