Shorttrack

Obwohl schon seit 1992 fest im olympischen Programm, ist Shorttrack meist nur eingefleischten Sportfans ein Begriff. Mehr Läufer, kürzere Bahn: Short-Track ist eine Eisschnelllaufvariante mit Körperkontakt, bei der mehrere Fahrer gleichzeitig über die Bahn rasen und dabei keineswegs sanft miteinander umgehen. Ist eine Runde beim Eisschnelllauf 400 Meter lang, so sind es im Short-Track exakt 111 Meter und 12 Zentimenter.

Was hier zählt, ist nicht der Kampf um die beste Zeit. Wenn sich die vier bis acht Athleten auf die ovale Bahn begeben, ist für ein Weiterkommen allein die Platzierung ausschlaggebend. Am Ende kann durchaus derjenige gewinnen, der sich durch die klügste Taktik ausgezeichnet hat.

Weil die Kurven sehr eng sind, haben die Shorttracker gegenüber dem klassischen Eisschnelllauf eine wesentlich andere Lauftechnik und Ausrüstung. Zudem werden die Banden der Eisfläche mit Matten bedeckt, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Wenn über mehrere Runden im K.-o.-System der Sieger ermittelt wird, stellen der Massenstart und Laufen im Pulk besondere Anforderungen an das taktische Verhalten der Läufer.

Wo?

Shorttrack ist trotz seiner komplexen Anforderungen an die Athleten und der Attraktivität für die Zuschauer in Deutschland eine Randsportart und wenig populär. Folge: Es hat ein Nachwuchsproblem. An den drei größten Shorttrack-Stützpunkten Rostock, Dresden und München wird über den Schulsport versucht, den Kontakt zum Nachwuchs herzustellen. Insgesamt gibt es neun reine Shorttrack-Vereine in Deutschland (alle Anschriften finden Sie hier: http://www.packstyle.de/index1.htm?d-klubs.htm). Der zuständige nationale Verband in Deutschland ist die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft.

Wie oft?

Shorttrack ist zwar eine Funsportart, aber als Freizeitbeschäftigung schwierig zu praktizieren. Viele Vereine bieten meist nur Training für Läufer mit Wettkampfambitionen an. Wer in dieser Sportart richtig etwas erreichen möchte, muss jeden Tag aufs Eis. Ein regelmäßiges Ausdauer-, Kraft- und Schnellkrafttraining gehört ebenso dazu wie begleitendes Training im Sommer auf Rad oder Rolle. Aber auch wer nicht perfekt ist, kann Spaß an dem Ganzen gewinnen.

Was ist zu beachten?

Die Athleten brauchen für die Disziplin viele verschiedene Fähigkeiten: Von Schnelligkeit über Kraft, Ausdauer und Schnellkraft erfordert die Sportart auch ein hohes taktisches Geschick. Eine gewisse Risikobereitschaft ist Voraussetzung, denn die Verletzungsgefahr ist nicht unerheblich. Schon manch ein Athlet hat sich an den Kufen der Kontrahenten geschnitten. Auch finanziell ist der Sport, der in Nordamerika und Ostasien große Popularität genießt, nicht preiswert.

Weitere Informationen...

Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG)
Menzinger Straße 68
80992 München
Tel.: (089) 89 12 03-0
Fax: (089) 89 12 03-29
E-Mail: info(at)desg.de

 
 

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