Skilanglauf

Bild: Bongarts

Skilanglauf gehört zu den ganz alten, klassischen Wintersportarten, seine Herkunft ist kaum noch richtig zu ergründen. Es gibt in Skandinavien Zeichnungen aus längst vergangenen Zeiten, die Menschen auf Holzski zeigen. Der erste Wettkampf konnte bis zum Jahr 1555 nach Norwegen zurück verfolgt werden.

Angefangen hat alles im so genannten klassischen Stil. Er erfolgt im Diagonalschritt wie beim normalen Gehen, aber mit einer langen Gleitphase auf jedem Ski. In den letzten Jahren hat sich als zweite Variante die Skatingtechnik etabliert, bei der die Füße wie beim Eisschnelllauf schräg nach hinten abgestoßen werden. Skaten ermöglicht eine wesentlich höhere Geschwindigkeit, ist aber schwerer zu erlernen.

Wo?

Skilanglauf ist im Winter grundsätzlich überall da möglich, wo es Schnee gibt. Aber das stimmt nur bedingt, denn vor allem die klassischen Langläufer benötigen eine Loipe, also eine gespurte Strecke, in der ihre Ski richtig gleiten können. Aber auch die Skater unter ihnen sind auf eine gewalzte Schneedecke angewiesen, denn auch bei ihnen gibt es richtige Gleitphasen. Nur dann sind hohe Geschwindigkeiten möglich. Mittlerweile kann jeder touristische Skiort, ob nun in den deutschen Mittelgebirgen, den Alpen oder anderswo, auf eine Loipe verweisen. Selbst im Sauerland, der Rhön oder dem Westerwald wird gespurt, wenn denn einmal genügend Schnee vorhanden ist.

Wie oft?

Der Skilanglauf, ob im klassischen oder im Skating-Stil, gehört zu den gesündesten Ausdauersportarten überhaupt. Er trainiert auf der einen Seite das Herz-Kreislauf-System ebenso wie die Atemleistung, durch den Ganzkörpereinsatz aber auch die gesamte Muskulatur des Körpers. Die Experten des Deutschen Skiverbandes empfehlen aus optimaler Sicht für die Gesundheit in der Woche drei bis vier Laufeinheiten über 30 bis 40 Minuten. Wie bei allen aeroben Belastungen sollte jeder Freizeitsportler möglichst nach der Pulsuhr laufen und die Belastung nicht zu hoch wählen. 180 minus Lebensalter ist die Faustregel für den maximalen Pulswert, die aber nur bei völliger Gesundheit gilt. Wenn Sie nicht im Besitz einer Pulsuhr sind, können Sie auch eine Pulsmessung per Hand durchführen.

Was ist zu beachten?

Als erste Grundregel: Halten Sie Ihren Ehrgeiz in Schach und wählen Sie die Belastung nicht zu hoch. Sonst können Sie mehr falsch machen als Ihnen lieb ist. Wichtig ist auch die langsame Steigerung des Trainings, weil sich die Gelenke und Bänder nicht so schnell anpassen wie Herz, Kreislauf und Muskeln und daher eine schnelle Verletzung droht. Auch bei einer Erkältung und einer Grippe, so leicht sie auch ist, sollten Sie auf das Laufen verzichten.

Weitere Informationen ...

Deutscher Skiverband
Haus des Ski
Am Erwin-Himmelseher-Platz
Hubertusstraße 1
82152 Planegg
Telefon: (089) 85 790-0
Telefax: (089) 85 790–263
E-Mail: info(at)ski-online.de

 
 

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