Schmerz

Der akute Schmerz hat als Alarmsignal des Körpers eine lebenswichtige Aufgabe. Anhaltende Schmerzen dagegen beeinträchtigen zunehmend die Gesundheit.

  • Akuter Schmerz
    Schmerz ist eine Erfahrung, die jeder Mensch macht. Durch Schmerzen lernen wir Gefahren wahrzunehmen, Unfälle zu vermeiden und Verletzungen zu verhindern (z.B. das Berühren heißer Gegenstände, das Heben zu schwerer Lasten). Akute Schmerzen gehen meist vorüber sobald der Betroffene sein Verhalten ändert. Für den menschlichen Körper hat der Schmerz eine lebensnotwendige Warnfunktion.
  • Chronische Schmerzen
    Als chronische Schmerzen bezeichnet man Schmerzzustände, die länger als drei Monate anhalten oder innerhalb eines Jahres mehrfach regelmäßig wiederkehren. Während der akute Schmerz ein heilungsförderndes Verhalten hervorruft (indem er den Betroffenen veranlasst sein schmerzauslösendes Verhalten zu ändern) wird durch chronische Schmerzen eine Verstärkung der aufgetretenen Störung bewirkt. Das zeigt sich beispielsweise bei Menschen mit Rückenbeschwerden. Schmerzbedingt nehmen sie eine Schonhaltung ein, wodurch die Wirbelsäule noch intensiver fehlbelastet wird. Die Schmerzen werden dadurch stärker und rücken nicht selten in den Lebensmittelpunkt.

Durch äußere schmerzhafte Einflüsse oder krankhafte Veränderungen im Organismus werden Nervenendigungen, sogenannte Nozizeptoren, gereizt. Diese sind in nahezu allen Teilen des Körpers vorhanden. Über Nervenbahnen wird die Schmerzinformation von den Nozizeptoren zum Zentralen Nervensystem geleitet. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Ort des Schmerzes und Abwehrmechanismen setzen ein. Werden Nerven direkt geschädigt, strahlen die Schmerzen typischerweise in das Versorgungsgebiet der jeweiligen Nerven aus. Bei einem Bandscheibenvorfall ist der Schmerz beispielsweise meist in einem Bein spürbar.

Schmerzmedikamente, sogenannte Analgetika, sind eine wichtige Säule der Schmerztherapie. Sie werden oft in Kombination mit krankengymnastischen Übungen, physikalischen Anwendungen (z.B. Eis, Wärme, Strom) und verhaltensmedizinischer Psychotherapie (z.B. Kurse zur Schmerzbewältigung) eingesetzt. Weiterhin finden aber beispielsweise auch Akupunkturbehandlungen, Trainingsprogramme nach der Feldenkrais-Methode und Hypnose-Sitzungen Anwendung.

(wb)

 
 

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