Taping

Taping bezeichnet eine funktionelle Verbandstechnik zur Prophylaxe, Therapie oder Rehabilitation von Verletzungen am Bewegungsapparat. Der Tapeverband soll selektiv die geschädigte oder gefährdete Struktur (z.B. Band, Muskel, Sehne) einer Bewegungseinheit (z.B. Gelenk) durch Verhinderung oder Bahnung von Bewegungen, die zu einer Überlastung führen, entlasten, ohne weitere Funktionen einzuschränken. Die Beweglichkeit der Bewegungseinheit bleibt im schmerzfreien Bereich so weit als möglich erhalten. Das im Allgemeinen verwendete Tapematerial besteht aus unelastischen 20 bis 50 mm breiten, oder längs- beziehungsweise querelastischen 40 bis 200 mm breiten, klebenden Binden (Tapes).

Im Falle des präventiven Tapings liegen keine Verletzung oder Schädigung vor; es handelt sich um eine reine Schutzmaßnahme. Der prophylaktische Tapeverband soll bei degenerativen Veränderungen die Verletzungsgefahr reduzieren. Der zu therapeutischen Zwecken angelegte Tapeverband soll die Heilung beschleunigen, um die volle Funktion möglichst schnell wiederherzustellen. Der rehabilitative Tapeverband soll insbesondere eine Retraumatisierung vermeiden. Eine exakte Diagnose durch einen Arzt sollte, mit Ausnahme des präventiven Tapings, Grundvoraussetzung für das Anlegen jedes Tapeverbandes sein.

(wb)

 
 

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