Thrombose

Wenn das Blut innerhalb eines Gefäßes gerinnt und dieses dadurch verstopft spricht man von einer Thrombose.
Die Blutgerinnung ist ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus des Körpers. Bei Verletzungen werden die sogenannten Gerinnungsfaktoren aktiviert. Sie sorgen zusammen mit den Blutplättchen (Thrombozyten) sofort für den Verschluss des verletzten Gewebes. Durch verschiedene Faktoren kann sich auch innerhalb einer Vene oder Arterie ein Blutgerinnsel, ein sogenannter Thrombus, bilden. Dies kann zu einem teilweise oder völligen Verschluss des Gefäßes, zu einer Thrombose führen.

Für die Entstehung einer Thrombose sind mehrere Faktoren verantwortlich. Dabei kann es sich um eine Schädigung der Gefäßwand, die Verlangsamung des Blutflusses und eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes infolge einer Veränderung der Blutzusammensetzung handeln. Bei einer Vielzahl lässt sich keine aktuelle Ursache finden.

Viele Risikofaktoren werden für die Entstehung von Thrombosen verantwortlich gemacht. Besonders die Verlangsamung des Blutstroms erklärt die Häufigkeit einer Thrombose bei z.B. einer Ruhigstellung nach einer Operation oder in einem Gipsverband. Weitere Risikofaktoren sind u.a. Entzündungen und Verletzungen der Blutgefäße, die Einnahme der „Pille“, Schwangerschaft, Bewegungsmangel, aber auch viele andere.

Dass das Heranwachsen von Thromben innerhalb der Blutgefäße so gefährlich ist, erklärt sich damit, dass jederzeit Teile eines Gerinnsels abreißen können. Diese werden dann mit dem Blutstrom in Organe transportiert, können dort hängen bleiben und ein wichtiges Gefäß verschließen. Solch eine Blutgefäßverstopfung nennt man Embolie und kann dramatische Folgen haben, da das von der Blutzufuhr abgeschnittene Gewebe rasch abstirbt.

(rr)

 
 

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