Anzahl und Schwere von Sportunfällen vermindern

31.03.2017

Franz Müntefering, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Sicherheit im Sport, hat in Berlin Unterstützung von Parlamentariern erbeten, um künftig die Anzahl und Schwere von Sportverletzungen und -schäden zu vermindern.

Franz Müntefering (stehend) stellte den Parlamentariern die Arbeit der Stiftung vor. Foto: Michael Hübner

Müntefering und Kuratoriumsmitglied Jürgen Fischer (BISp) sowie die Vorstände Claus Weingärtner und David Schulz stellten einer Reihe von Mitgliedern verschiedener Ausschüsse und aller Fraktionen des Deutschen Bundestages die Stiftung und die Thematik Sportverletzungen und deren -prävention vor.

Am Tisch saßen Alexandra Dinges-Dierig MdB, Michaela Engelmeier MdB, Martin Gerster MdB, Eberhard Gienger MdB, André Hahn MdB, Matthias Schmidt MdB und Johannes Steiniger MdB sowie an die Büroleiter/innen und Mitarbeiter/innen Niko Beck (für Dr. Philipp Murmann MdB), Johanna Braun (für Özcan Mutlu MdB), Marlis Gebbing (für Gudrun Zollner MdB), Maria Herrmann (für Jeannine Pflugradt MdB), Mathias Meinke (für Karin Strenz MdB), Andrè Nowak, Ragnar Polster und Dr. Ursula Walker. Die Stiftung Sicherheit im Sport hofft, mit deren Unterstützung der Prävention von Sportverletzungen künftig mehr Bedeutung zu verleihen.

Michaela Engelmeier (MdB) begrüßte die Teilnehmer des parlamentarischen Gesprächs und erläuterte die große Bedeutung des Themas. Als ehemaliges Mitglied der Judo-Nationalmannschaft wisse sie nur zu gut um die Bedeutung von Verletzungen im Sport, betonte Engelmeier.

 Franz Müntefering informierte kurz über die Stiftung Sicherheit im Sport und seine Aufgabe als Kuratoriumsvorsitzender. Er erläuterte die wichtige Rolle von Sport und Bewegung gerade in der älter werdenden Gesellschaft und betonte, dass die positiven Wirkungen körperlicher Aktivität nur dann voll zum Tragen kämen, wenn Verletzungen vermieden würden.

Claus Weingärtner und David Schulz informierten darüber, dass sich in Deutschland jedes Jahr mindestens zwei Millionen Sportverletzungen ereignen. Sie machten deutlich, dass diese nicht nur für jeden einzelnen Sportler persönliches Leid, sondern auch hohe gesamtgesellschaftliche Kosten verursachten. Für die Prävention von Verletzungen im bezahlten Sport sowie in Kindergärten, Schulen und Hochschulen seien Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie die DGUV zuständig und entsprechend ausgestattet. Hingegen gebe es für den Freizeit- und Vereinssport keine solch klaren Zuständigkeiten. Aus diesem Grund stünden für die Prävention der etwa 1,5 Millionen Verletzungen im Freizeit- und Vereinssport auch so gut wie keine Ressourcen zur Verfügung.

Die Stiftung Sicherheit im Sport möchte das ändern und darüber hinaus für eine bessere Vernetzung aller Fachleute, Institutionen und Organisationen sorgen, um mögliche Synergieeffekte zu nutzen.

Am Beispiel des Kreuzbandrisses verdeutlichte David Schulz, wie gravierend die langfristigen Folgen von Sportverletzungen sein können, wie hoch die gesamtgesellschaftlichen Kosten sind und wie einfach Prävention wäre.

Eine wichtige Botschaft der beiden Vorstände lautete: "Es ist nachgewiesen, dass schon 2 x 15 Minuten präventives Training pro Woche – richtig und regelmäßig durchgeführt – das Risiko für Sportverletzungen um 50 Prozent reduzieren können. Es mangelt nicht mehr an Erkenntnissen, sondern vor allem an ihrer Umsetzung in die Sportpraxis."

(Quelle: Stiftung Sicherheit im Sport)


 
 

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