DOSB unterstützt Forderung nach „Rezept für Sport“

23.10.2014

Ein gesetzlich verankertes „Rezept für Sport“ ist eine „klasse Idee“, sagt DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch.

Bewegung beugt Krankheiten vor. Ein "Rezept für Sport" wäre praktizierte Gesundheitsprävention. Foto:picture-alliance

Er begrüßt damit ausdrücklich die Forderung des CDU-Politikers Jens Spahn, ein „Rezept für Sport“ im geplanten Präventionsgesetz zu verankern (siehe BILD vom Mittwoch).

„Sport und Bewegung sind integraler Bestandteile einer effektiven Gesundheitsförderung und Prävention. Daher müssen entsprechende Maßnahmen und Instrumente eine gesetzliche Verankerung erfahren“, sagte Schneeloch, der im DOSB-Präsidium für die Themen Breitensport und Sportentwicklung zuständig ist. Die Wirksamkeit von Sport und Bewegung auf die Gesundheit sei seit vielen Jahren wissenschaftlich belegt. Schneeloch: „Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel und den zunehmenden Bewegungsmangel wird die Notwendigkeit einer erheblichen Verbesserung der Bewegungsversorgung deutlich.“

Schon jetzt macht der DOSB jenseits der traditionellen Bewegungsangebote in deutschen Turn- und Sportvereinen qualitätsgeprüfte und strikt gesundheitsorientierte Angebote. So ist das „Rezept für Bewegung“ bundesweit verfügbar. Dieses bundeseinheitlich Instrument hat der DOSB mit der Bundesärztekammer (BÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) schon 2011 ins Leben gerufen.

„Das ‚Rezept für Bewegung‘ zielt darauf ab, gerade die Nicht- oder Noch-Nichtbeweger für regelmäßige körperliche Aktivitäten zu motivieren und sozialverträgliche Präventionskurse zu empfehlen, die mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifiziert sind“, erklärt Dr. Mischa Kläber, Ressortleiter Präventionspolitik und Gesundheitsmanagement im DOSB. Damit soll die Ärzteschaft in die Lage versetzt werden, sinnvolle und wirksame Alternativen zu Medikamenten vorzuschlagen, wenn gezielte körperliche Aktivität im Vergleich zu Medikamenten besser geeignet ist, gesundheitliche Probleme zu lösen.

Eine einzigartige Infrastruktur bietet dafür der im DOSB organisierte Sport mit über 91.000 Vereinen und nahezu 28 Millionen Mitgliedschaften. Über 20.000 kostengünstige Präventionssportangebote in Sportvereinen, die das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT tragen und von Krankenkassen bezuschusst werden können, gibt es inzwischen bundesweit.

„Der DOSB schließt sich der Forderung der CDU an, zunächst das ‚Rezept für Bewegung‘ als festen Bestandteil einer Präventionsempfehlung – etwa in Form einer ärztlichen Bescheinigung – gesetzlich zu regeln. Denn die Sportvereine in Deutschland können in einzigartiger Weise einen Beitrag zum Gelingen von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention leisten“, sagt Walter Schneeloch.

(Quelle: DOSB)

 
 

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