Tipp des Monats: Sport als Prävention gegen Bluthochdruck

04.06.2012

In der Ausgabe Mai/Juni 2012 von "Gesund + fit" geben Expertinnen des DOSB nützliche Tipps und Informationen zum Thema "Sport als Prävention gegen Bluthochdruck"

"Pulsmessung" Foto: Andrea Bowinkelmann / Bilddatenbank LSB NRW

"Metabolisches Syndrom" - davon haben die meisten vermutlich noch nie etwas gehört und doch leiden zahlreiche Menschen daran. Das metabolische Syndrom ist eigentlich keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr handelt es sich dabei um ein Zusammentreffen von Symptomen, die das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems erhöhen. Welche Rolle dem Sport in Prävention aber auch Therapie der verschiedenen Teilerkrankungen des metabolischen Syndroms zukommt, möchten wir in einer Reihe von Artikeln beleuchten. Den Anfang macht das Thema "Sport und Bluthochdruck". Und wieder einmal gilt: Sport ist die beste Medizin!

Folgende vier Symptome erhöhen das Risiko von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems:

  • Starkes Übergewicht mit meist bauchbetonter Fetteinlagerung (Adipositas)
  • Bluthochdruck
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel (gestörter Zuckerstoffwechsel in Form einer Insulinunempfindlichkeit bzw. -resistenz)
  • Gestörter Fettstoffwechsel

Das zeitgleiche Auftreten dieser Symptome führt zu dem Begriff "Syndrom". "Metabolisch" bedeutet so viel wie stoffwechselbedingt. Da Herzinfarkt und Schlaganfall die Folgen des metabolischen Syndroms sein können, spricht man auch vom "tödlichen Quartett". Und in der Tat: Herzkreislauferkrankungen und deren Folgeerkrankungen sind heute in den westlichen Industrienationen Todesursache Nr. 1. Welche der Symptome in welcher Gewichtung ein metabolisches Syndrom ausmachen, wird kontrovers diskutiert. Doch klar ist: Sport ist die beste Medizin!
Denn die meisten der Risikofaktoren des metabolischen Syndroms haben wir selbst in der Hand, bzw. in den Beinen und können mit Sport und Bewegung erfolgreich vorbeugen: Sportlich Aktive haben ein deutlich geringeres Risiko, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems überhaupt zu bekommen bzw. an diesen zu sterben. Man konnte in wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bei Sportaktiven geringer ist als bei sportlich Inaktiven, die 20 Jahre jünger waren. Das heißt, ein sportaktiver 69-jähriger hat ein geringeres Risiko zu erkranken als ein inaktiver 49-jähriger!

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