Allgemeine Hintergrundinformationen

Die Zentrale Prüfstelle Prävention wurde im Januar 2014 gebildet und ist eine Kooperationsgemeinschaft der Krankenkassen zur kassenübergreifenden Prüfung von Präventionsangeboten nach § 20 Absatz 1 des Fünften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB V). Die Prüfung wird bundesweit im Namen und im Auftrag aller teilnehmenden Krankenkassen (Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), BKK Dachverband, IKK classic, IKK Brandenburg und Berlin, BIG direkt gesund, Knappschaft, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie einzelne AOK-Krankenkassen) durchgeführt und somit nicht mehr wie bisher von jeder Krankenkasse einzeln vorgenommen.  

 

Bundeseinheitliche Standards

Nach bundeseinheitlichen Standards werden Präventionsangebote in den vier Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung/Entspannung und Suchtmittelkonsum geprüft. Die Prüfung basiert auf dem aktuellen Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes. Insbesondere werden die Qualifikation der Kursanbieter (Übungsleiter/innen), Leistungsnachweise und Trainermanuale (Programme) begutachtet. Durch diese umfassende Prüfung wird sichergestellt, dass der jeweilige Präventionskurs auch alle gesetzlichen Qualitätsanforderungen erfüllt und bezuschusst werden kann.

Nach erfolgreicher Prüfung werden die Angebote in die Datenbank der Zentralen Prüfstelle Prävention aufgenommen, auf die alle beteiligten Krankenkassen Zugriff haben. Kurse, die in dieser Datenbank aufgenommen wurden, können von den Krankenkassen bezuschusst werden.

 

Status Quo von SPORT PRO GESUNDHEIT

Eine Vielzahl der Sportangebote, die mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet sind, können laut Leitfaden Prävention von den Krankenkassen bezuschusst werden. Die mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichneten Angebote werden über eine Schnittstelle von der SPORT PRO GESUNDHEIT-Datenbank zur Datenbank der Zentralen Prüfstelle Prävention überspielt.

Um SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote herauszufiltern, die nicht konform mit den Bedingungen des Leitfadens Prävention sind, wurde ein Schlagwortfilter entwickelt und der Datenübertragung zwischengeschaltet.

Bei der zurzeit aktiven Datenübertragung per Schnittstelle und Schlagwortfilter handelt es sich um eine Übergangslösung. Der DOSB und seine Mitgliedsorganisationen erarbeiten derzeit in einem umfassenden Prozess gemeinsam mit den Krankenkassen eine dauerhafte Lösung, die zu einem für beide Seiten interessengerechten Ergebnis führt.

Was bedeutet das für Übungsleiter/innen?

Wie kommt mein Angebot in die Datenbank der Zentrale Prüfstelle Prävention?

Alle mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifizierten Kurse werden automatisch vom DOSB über die Datenbank-Schnittstelle an die Zentrale Prüfstelle Prävention weiter gegeben, d.h. Übungsleiter/innen müssen und sollen sich nicht gesondert bei der Zentralen Prüfstelle Prävention eintragen.

Dies würde zu Doppelungen und Irritationen führen.

Unter welchen Bedingungen wird mein Angebot in der Datenbank der Zentrale Prüfstelle Prävention aufgeführt?

Die mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichneten Angebote und die damit vorausgesetzte Lizenzausbildung der Übungsleiter/innen „Sport in der Prävention“ können speziell unter folgenden Bedingungen bezuschusst werden:

 

SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote

Bezuschussbar

Nicht bezuschussbar
(spezielle Ausbildungsnachweise erforderlich)

 

Allgemeine Prävention:

Gezielte Prävention spezifischer Erkrankungen:

 

Angebote aus dem Bereich
1. Präventionsprinzip (allgemeine Prävention) „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“

Angebote aus dem Bereich
2. Präventionsprinzip „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme“

 

z.B.:
Rückenfitness , Fit bis ins hohe Alter, Walking, Aqua-Fit, Balance Workout

z.B.: Pilates, Osteoporoseprävention, Rückenschule, Beckenbodengymnastik, Sturzprävention

 

Stressmanagement (Autogenes Training, Yoga, Qigong, Tai Chi)

 

Das 1.Präventionsprinzip „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“ sowie das 2.Präventionsprinzip „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme“ sind im Initiates file downloadLeitfaden Prävention (vgl. S. 41, 43) aufgeführt und erläutert.

Wenn Angebote aufgrund der genannten Bedingungen nicht Leitfadenkonform sind werden sie über den Schlagwortfilter herausgefiltert und nicht in der Datenbank aufgeführt.

Aus diesem Grund sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass im Titel des Angebotes deutlich wird, dass es sich um einen Kurs im Sinne der allgemeinen Prävention handelt und nicht spezifischen Krankheiten vorgebeugt wird wie „Osteoporosegymnastik“.

Einige Krankenkassen veröffentlichen die durch die Zentrale Prüfstelle Prävention zugelassenen SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote auf ihrer Homepage

(zum Beispiel: www.dak.de, http://www.lbl-stadt.de/ )

 

 

Bedingungen für eine Bezuschussung Zusammengefasst

  • ÜL-B Lizenz „Sport in der Prävention“
  • Mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifiziertes Angebot
  • Angebote aus dem 1. Präventionsprinzip, im Titel klar erkennbar
  • Fachkräfte mit einem staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Bewegung (Sport-/ Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler etc.) können auch weitere Kurse aus dem 2. Präventionsprinzip bezuschussen lassen, hierfür müssen Sie ihren Ausbildungsnachweis gesondert an die ZPP übermitteln, dies läuft nicht über die Schnittstelle der SPORT PRO GESUNDHEIT-Datenbank/Zentrale Prüfstelle Prävention
  • Weder die Vereine noch die Sportverbände haben Zugriff auf die Datenbank der ZPP, falls Ihr Angebot trotz der genannten Bedingungen nicht aufgeführt ist setzten Sie sich bitte mit den Mitarbeiter/innen der ZPP in Verbindung.

Was mache ich wenn mein Angebot nicht bezuschussbar ist?

  • SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebote können- müssen aber nicht über die Krankenkassen bezuschusst werden. Verdeutlichen Sie ihren Teilnehmern, dass Sie in einem SPORT PRO GESUNDHEIT-Angebot etwas für sich und ihre Gesundheit tun und der Mehrwert sich nicht an der Erstattung der Kursgebühren messen lässt!

Weiterführende Informationen zur Zentralen Prüfstelle Prävention

 

Die Zentrale Prüfstelle Prävention erreichen sie unter:

Tel.: 0201 5 65 82 90
Mo.-Fr. 09:00 bis 17:00 Uhr

kontakt(at)zentrale-pruefstelle-praevention.de

 
 

Mitgliedschaften und Initiativen

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