DOSB-Expertenaustausch zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

28.07.2014

Bei einer Expertenrunde am 16. Juli 2014 wurde das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) von DOSB und Experten aus den Mitgliedsorganisationen diskutiert.

Durch die Betriebliche Gesundheitsförderung können Kooperationen zwischen Vereinen und Betrieben entstehen, die sich für beide auszahlen. Foto: picture-alliance

Bei dem Treffen ging es um einen Austausch zwischen dem Dachverband und den Experten der ausgewählten Mitgliedsorganisationen, die sich vor allem im Rahmen von Projekten in ihren Verbänden mit dem Thema BGF beschäftigen. Auch sollten die Erfahrungen im DOSB-Projekt „AUF (Aktiv Und Fit) Leben“ reflektiert werden.

Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Austausch zu Zugangswegen und Stolpersteinen im Zusammenhang mit der Initiierung von Kooperationen zwischen Vereinen und Betrieben. Schnell wurde in der Diskussion klar, dass an allen Standorten ähnliche Herausforderungen vorhanden sind, Vereine und Betriebe zusammen zu bringen. Dies liegt oftmals daran, dass in vielen Vereinen Strukturen und Personal fehlen, um ein solches Thema adäquat umsetzen zu können. Der Einstieg in das Setting Betrieb bedeutet für einen Verein deutlich mehr Aufwand als die bloße Bereitstellung von Übungsleitenden und der Nutzen für die eigene Arbeit muss deutlich werden. Daher wird ein intensives Engagement im Themenfeld Betriebliche Gesundheitsförderung von den Mitgliederorganisationen kontrovers diskutiert. Während einige der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter über eine ambitionierte Arbeit in ihren Verbänden berichteten, stellten andere die Erfolgschancen in Frage. Jedoch belegen einige, erfolgreich verlaufene Projekte der Mitgliedsverbände, dass sich der Aufwand durchaus auszahlen kann. So entstanden beispielsweise nachhaltige Kooperationen zwischen Vereinen und Betrieben.

Vor dem Hintergrund des aktuell geplanten Präventionsgesetzes der Bundesregierung, in dem die BGF eine entscheidende Rolle spielen wird, muss der organisierte Sport den Stellenwert des Themas bewerten. In enger Abstimmung mit den Mitgliedsorganisationen soll das zukünftige Vorgehen gemeinsam geplant werden. Im DOSB ist das Ressort „Präventionspolitik und Gesundheitsmanagement“ dabei federführend und sieht seine Aufgabe vor allem in der Koordination und der Interessenvertretung gegenüber der Politik. Die inhaltliche Umsetzung des Themas wird auch weiterhin in den Händen der Landessportbünde und Fachverbände liegen, insbesondere in dem Wissen, dass Vereine hier Unterstützung zur Umsetzung brauchen.

Der Austausch zwischen den Mitgliedsorganisationen und dem DOSB in diesem Bereich wird fortgeführt, aktuelle Meldungen werden über die Seite www.sportprogesundheit.de bekannt gegeben.

Anwesend waren die Vertreterinnen und Vertreter folgender Verbände: Deutscher Turner-Bund, Landessportbund (LSB) NRW; LSB Berlin; LSB Schleswig-Holstein; LSB Brandenburg; Württembergischer LSB sowie der Betriebssportverband Hamburg in Vertretung des DBSV.

(Quelle: DOSB)

 
 

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