Indiaca

Indiaca ist ein volleyballähnlicher Mannschaftssport. Anstelle eines Balles wird ein großer Federball, die Indiaca, mit der flachen Hand über das Netz zum Gegner geschlagen. Die Indiaca besteht aus einem gelben weichen Schlagkissen (Indiaca-Pad) und vier großen roten Federn. Die Indiaca wird zum Partner oder Gegner gespielt, indem mit der flachen Hand gegen das Indiaca-Pad geschlagen wird.

Das Indiacaspiel kommt aus Südamerika, schon indianische Ureinwohner spielten sich mit der Hand „Federbälle“ zu. Ein deutscher Sportlehrer brachte 1936 von einem Brasilienaufenthalt eine so genannte „Peteca“ mit und entwickelte daraus einen völlig neuen Federball. Er nannte das neue Spielgerät „Indiaca“ (eine Wortkombination aus Indianer und Peteca). Die Indiaca wird in Deutschland hergestellt und unter dem Namen „Indiaca-Turnier“ weltweit verkauft.

Indiaca ist leicht erlernbar und macht gerade auch viel Spaß in gemischten Gruppen bzgl. Alter, Geschlecht und Spielstärke, ist also DAS ideale Freizeitspiel für alle, zumal die Mannschaftsgröße, das Spielfeld, die Netzhöhe variabel sind und der Gruppe angepasst werden können, ebenso kann das Regelwerk vereinfacht werden.

Indiacaspielen schult die Reaktionsschnelligkeit, die Geschicklichkeit und die Koordinationsfähigkeit.

Wo?

In vielen Sportvereinen wird Indiaca gespielt, aber auch in kirchlichen Gruppen (CVJM) und beim DFK ist diese Sportart sehr beliebt. Indiaca kann überall gespielt werden, nicht nur in der Halle, sondern auch auf Rasenfeldern, Bergwiesen und Sandplätzen. Beach-Indiaca ist im Sommer eine schöne Freizeitbeschäftigung mit sehr hohem Fun-Charakter.

Indiaca ist ein attraktives Wettkampfspiel. Von Jugend 11-14 bis hin zur Altersklasse 55 spielen Männer-, Frauen- und Mixed-Teams um Turniersiege und Meisterschaften. Indiaca ist als Turnspiel beim Deutschen Turnerbund organisiert. Seit 1998 werden Deutsche Meisterschaften ausgetragen. Seit 2001 werden auch Weltmeisterschaften und Worldcups vom Internationalen Indiacaverband durchgeführt.

Wie oft?

Regelmäßiges Training wird vor allem in den Vereinen angeboten. Wettkampfspieler trainieren etwa zweimal pro Woche 2 Stunden lang. Im Freizeitbereich steht der Spaßfaktor an erster Stelle, es wird mehr gespielt, weniger trainiert. Grundsätzlich kann Indiaca sooft und solange gespielt werden, wie es Spaß macht und der Körper sich dabei wohl fühlt.

Was ist zu beachten?

Als Wettkampf-Spielball wird nur die Indiaca-Turnier verwendet, sie ist im Sportfachhandel ab ca. 11 Euro zu bekommen. Das komplette Federbüschel kann bei Beschädigung ausgetauscht werden, ein neues Federbüschel kostet ca.3 Euro (Stand: 2008). Es gibt spezielle Indiacanetze mit einer Maschenweite von 5 cm, Volleyballnetze sind leider zu großmaschig. Im Freizeitbereich reicht ein Federball-Netz oder eine Schnur. Das offizielle Spielfeld ist 6,10 m breit und 16 m lang, also kleiner als ein Volleyballfeld. Indiaca wird auch nur zu fünft gespielt. Jedes Team hat 3 Netzspieler und 2 Rückraumspieler. Durch Rotation wechseln die Spieler während eines Spiels ihre Positionen. So ist jeder mal im Angriff und mal in der Verteidigung tätig. Die Indiaca darf wie beim Volleyballspiel dreimal hintereinander im eigenen Feld gespielt werden, deshalb lautet die Taktik auch hier: 1. Annahme, 2. Stellen, 3. Schmettern. Ein Spiel geht über 2 Gewinnsätze. Ein Satz geht bis 25 Punkte (mit 2 Punkte Vorsprung, also z.B. 23:25 oder 28:26). Die Netzhöhen sind unterschiedlich nach Geschlecht und Alter. Männer 2,35m, Frauen 2,20m, Mixed 2,25m.

Im Freizeitbereich und im Freien bzw. beim Beach-Indiaca kann mit weniger Spieler pro Team, verkleinertem Feld und anderer Netzhöhe gespielt werden, die Spielfreude bleibt erhalten. Auch das Regelwerk kann vereinfacht werden.

Weitere Informationen ...

Deutscher Turner-Bund
Otto-Fleck-Schneise 8
60528 Frankfurt
Telefon: (069) 67801 - 0
Telefax: (069) 67801 - 0
E-Mail: hotline(at)dtb-online.de

 
 

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