Vereine unterstützen Kampagne „Bewegung gegen Krebs“

27.11.2014

Zahlreiche Sportvereine unterstützten in diesem Jahr die Initiative "Bewegung gegen Krebs". Drei von ihnen konnten bei einem Wettbewerb hochwertige Preise gewinnen und wurden heute (27.11.) in Frankfurt geehrt.

Repräsentanten der Gewinnervereine erhielten im Frankfurter Ruderclub Germania 5.000 Euro für ihre Aktionen im Rahmen der Kampagne "Bewegung gegen Krebs" (v.li.): Michael Vesper, Vertreter des TV Hangelaar, Shary Reeves, Vertreter des Stadtsportverbandes Delbrück, Britta Heidemann, Vertreter des TSV Solln, Gerd Nettekoven und Freerk Baumann von der DSHS Köln. Foto: DOSB

Olympiasiegerin Britta Heidemann ist eine der Botschafter der Kampagne "Bewegung gegen Krebs". Screenshot von der Startseite www.bewegunggegenkrebs.de

Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Pressegesprächs im Clubhaus der Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 statt. Die Botschafterinnen der Kampagne, Olympiasiegerin Britta Heidemann und TV-Moderatorin Shary Reeves, ehrten die Vereine im Beisein von Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, und Michael Vesper, Generaldirektor des DOSB. „Bewegung gegen Krebs“ ist die Kampagne der Deutschen Krebshilfe, des DOSB und der Deutschen Sporthochschule Köln.

Gewinnervereine erhalten 5.000 Euro

Die folgenden drei Vereine wurden für die besondere Kreativität und Qualität ihrer Veranstaltungen ausgezeichnet und erhielten Einkaufs-Gutscheine von Sport-Thieme im Wert von jeweils 5.000 Euro:

Die Schwimmabteilung des TSV Solln (Bayern) hatte ihren Aktionstag „Bewegung gegen Krebs“ mit zahlreichen originellen Ideen umgesetzt. "Die Teilnehmer an der Schwimmstaffel schwammen an diesemTag insgesamt 92.000 Meter. So wollten wir auf die ebenso hohe Zahl der jährlichen Neuerkrankungen aufmerksam machen, die sich durch regelmäßige Bewegung vermeiden ließen", sagte Vereinsmitglied Alexander Beck.

Eine ganze Aktionswoche setzte der Stadtsportverband Delbrück (Nordrhein-Westfalen) unter das Motto „Wir bringen Delbrücker in Bewegung“. Neben Radtouren, Kinder- und Jugendläufen sorgten ein „Flashmob“ mit 2.700 Schülern sowie ein Wettbewerb im Traktorziehen für viel Spaß und hohe Aufmerksamkeit für das Thema. "Beim Traktorziehen kam sogar ein Spendenerlös in Höhe von 4.000 Euro zugunsten der Deutschen Krebshilfe zusammen", berichtete der 2. Voristzende Frank Ewen.

Auch der TV Hangelar 1962 (Nordrhein-Westfalen) machte mit verschiedenen Sportveranstaltungen mobil und konnte „Sportmuffel“ motivieren, sportlich aktiv zu werden. Auf die Idee kam man in dem Verein, weil Fußball-Weltmeister und Krebshilfe-Botschafter Wolfgang Overath aus Siegburg stammt und damit quasi Nachbar der Hangelaarer ist. Ihren 34. Volkslauf haben die Vereinsorganisatoren komplett unter das Thema der Kampagne gestellt, "auch deshalb weil im örtlichen Kinderkrankenhaus etliche Kinder mit der tückischen Krankheit zu kämpfen haben", sagt der 1. Vorsitzende Otto Deibler.

Es lohnt sich, seinen Körper zu fordern

„Spaß an Sport und Bewegung zu vermitteln sowie einfache Tipps und Hilfen für die ersten Schritte zu mehr Bewegung zu geben ist das Ziel unserer gemeinsamen Initiative“, erläuterte Gerd Nettekoven. Die Deutsche Krebshilfe möchte den Menschen zeigen, dass es sich lohnt, seinen Körper zu fordern – für das eigene Selbstbewusstsein, aber vor allem für die eigene Gesundheit und ein vermindertes Krebsrisiko. „Daher freuen wir uns sehr, dass bereits zahlreiche Vereine und Sportgruppen unsere gemeinsame Kampagne aufgegriffen haben und sich im Kampf gegen Krebs stark machen“, betonte Nettekoven. Für ihn seien auch die starken Partner wichtig: "Wir nutzen die gute Sportstruktur des DOSB und die wissenschaftliche Begleitung durch die Sporthochschule in Köln."

Seit März 2014 machen die Kooperationspartner auf die wichtige Bedeutung von „Sport und Bewegung“ bei der Krebsprävention aufmerksam. Unterstützt werden Sie hierbei von TV-Moderatorin Shary Reeves, Britta Heidemann, Olympiasiegerin im Degenfechten, und Wolfgang Overath, Fußballweltmeister von 1974.

"Bewegung gegen Krebs" setzt an der richtigen Stelle an

„Es tut einfach gut, wenn man sich bewegt und dadurch den Kopf frei bekommt. Das schafft einen Ausgleich zum oft hektischen Alltag – und ganz nebenbei ist es ja ein sehr wichtiger Baustein zur Vorbeugung vieler verschiedener Krankheiten“, berichtet Britta Heidemann. „Ich finde, dass die Kampagne genau an der richtigen Stelle ansetzt – nämlich, die positiven Aspekte und die Freude an Bewegung zu vermitteln“, so die Olympiasiegerin im Degenfechten. Auch für Shary Reeves ist ein Leben ohne regelmäßige Bewegung nicht denkbar. „Wenn du Sport treibst, geht‘s dir gut“, betont die TV-Moderatorin. „Genau das möchte ich allen mitgeben, die noch mit dem berüchtigten Schweinehund kämpfen.“

Für mehr Bewegung und eine gesunde Lebensweise spricht sich auch der DOSB aus. „Sport und Bewegung sind wesentliche Faktoren für Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensfreude“, sagte Dr. Michael Vesper, Generaldirektor des DOSB. „Die gemeinsame Kampagne hat gezeigt, welche vielfältigen und kreativen Angebote zur Prävention in den 91.000 Sportvereinen in Deutschland umgesetzt werden. Der organisierte Sport bietet unter dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT flächendeckend zertifizierte Angebote an. Darüber hinaus hat der DOSB zusammen mit der Bundesärztekammer das Rezept für Bewegung entwickelt, das Nichtbeweger zu mehr körperlicher Aktivität motivieren soll.“ Vesper sprach ausdrücklich das künftige Präventionsgesetz an, das im fünften Anlauf in den Bundestag eingebracht worden sei, "und in dem endlich auch der organisierte Sport berücksichtigt wird."

Wissenschaftlich begleitet wird die Kampagne von der DSHS

Dr. Freerk Baumann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) stellt mit nüchternen Zahlen allerdings klar: "Das Bewegungsverhalten der Bundesbürger sieht weiterhin nicht gut aus." Nur 20 Prozent trieben drei bis fünf Mal pro Woche regelmäßig Sport (laut WHO). "Wir müssen noch mehr aufklären, motivieren und mehr Angebote schaffen." Umfragen würden aber auch zeigen, dass "36 Prozent derjenigen, die die Kampagne der Krebshilfe kennengelernt haben, sich zukünftig mehr bewegen wollen." Wichtig sei außerdem, dass Krebspatienten sich in der Nachsorge verstärkt an Sportvereine wenden sollten. Immerhin gäbe es 1.640 Krebssportgruppen in Deutschland. "Damit liegen wir weltweit an der Spitze."Man wolle sich aber, sagt Baumann, dem Wert der 7.000 Herzsportgruppen hier zu Lande annähern. "Das ist unser Ziel", betont auch Gerd Nettekoven.

Zentrales Informationselement für Interessierte ist die Internetseite Opens external link in new windowwww.bewegung-gegen-krebs.de. Hier gibt es unter anderem zahlreiche Tipps, wie sich Bewegung in den Alltag integrieren lässt und was bei den ersten sportlichen Schritten helfen kann. Darüber hinaus ist die Kampagne auch auf facebook.com/bewegunggegenkrebs präsent.

(Quelle: DOSB / Deutsche Krebshilfe)

 
 

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